Sommerakademie Thun 2015

Johannes Brahms hiess er, dessen Werk wir sangen, ein deutsches Requiem im heissen Sommer in Thun.
Ohne schweisstreibende Arbeit erreicht man nichts. Aber wir nahmen die Herausforderung an. Die Wohnungen klangen schon ganz lieblich im Gottesdienst am Sonntag.
Hat man einen Flügel, sind Pianisten nicht weit. Marc und Federico begeisterten alle durch ihr Können. Bot sich die tolle Gelegenheit ihnen auf die Finger zu schauen, verpasste man dann und wann den Choreinsatz. 

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Sommerakademie Thun 2014

Es ist Samstag.  Punkt 16.03 Uhr beginnt die Somak 2014 im Kirchgemeindehaus von Thun. 99 singende Individualisten treffen sich, um sich in der Notenkunst weiter zu bilden.

Schon die erste Probe, die ganz im Zeichen von Bach`s BWV 6 steht, lässt erahnen welches Potential in den Teilnehmern steckt. Bernhard Scheidegger am Dirigentenpult beginnt seine jahrelang erprobten Armübungen, die aber vorerst nur von Wenigen entsprechend gewürdigt werden. Zu sehr sind die Sänger beschäftigt mit den schwarzen Punkten und Linien in ihren Heften.

Eine erste Aufführung im Gottesdienst am Sonntag gelingt trotzdem recht gut, wir brauchen ja nur das Start- und Schlusszeichen des Chefs.

Die Proben finden ihren Fortgang mit Vivaldis Gloria und Mozarts Missa brevis in B. Für den Anfang tönt es gar nicht so schlecht, allerdings sind wir uns im Chor nicht immer ganz einig wie hoch die geschriebenen Noten klingen sollten. Dementsprechend verzweifelt ist der Gesichtsausdruck des Maestro. Doch er ist geduldig und gibt uns unzählige Chancen um die Treffsicherheit zu erhöhen.

Marc Golta am Klavier hilft bereitwillig und spielt in solchen Situationen nur noch mit der oberen Hälfte der Klaviatur. An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön für deinen unermüdlichen Einsatz und die hervorragende Unterstützung.

Es ist schon erstaunlich was selbst erfahrene Chorsänger noch neu lernen können. Beherzigten wir alles, würde jetzt jeder mit Heiligenschein singen, würde der Ton nie mehr 2 mm neben dem Halszäpfli sitzen, bekäme jeder 16tel ein Müpfli und der Klang sässe oben ganz vorne. (wo? irgendwo im Frontallappen des Grosshirns, oder doch eher hinter dem Nasenbein??)

Dafür besitzen wir andere Qualitäten: wir ignorieren tapfer die piano-Stellen, wir sind Profis darin, die Einsätze zu spät zu liefern, wir haben eine diskrete Aussprache und überziehen schamlos jede Pause.

Aber unter dem Strich zeigen wir uns doch sehr lernwillig und es gelingt uns von Tag zu Tag besser, den Anweisungen  Folge zu leisten.

Das Schlusskonzert ist ein Erlebnis dank des unermüdlichen Einsatzes unseres Chorleiters Bernhard Scheidegger. Er hat es in einer Woche geschafft, aus den 99 individuellen Stimmen einen harmonischen Chorklang zu bilden. Als Zeichen unserer Wertschätzung und Hochachtung für seine Arbeit darf er am Ende der Woche die silberne Stimmgabel in Empfang nehmen.

Esther Scheurer (2014)

Sommerakademie Thun 2013

Was ist die Ursache, dass im fernen Moskau jemand den Schraubenzieher weglegt und nach Thun fährt? Wer hat gerufen, dass in Holland, Deutschland, den Dolomiten und aus allen Ecken der Schweiz sich Leute in den Zug oder ins Auto setzen und sich im Berner Oberland einfinden?

Nein, der Grund ist nicht Sir Simon, auch nicht Sir John Eliot, weder die grosse Cecilia noch die einzigartige Emma; es sind Josef und Bernhard die zur Sommerakademie laden!

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